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Seltene Chance
Donnerstag, 13.01.2011
Das Online Magazin Fernlokal hat einen Artikel zu einen tollen Ausbildungs-Projekt veröffentlicht. „La Silhouette“ heißt es und kommt aus München.
Wer in der Pariser Straße in München an „La Silhouette“ vorbeiläuft, der sieht wahrscheinlich nur eine Maßschneiderei. Ein Geschäft von vielen. Wo eben Kleidung genäht wird. Für die jungen Frauen, die darin beschäftigt sind, bedeutet „La Silhouette“ allerdings den Weg in ein besseres Leben. Denn wer dort einen Ausbildungsplatz bekommt, der hätte sonst so gut wie keine Chancen.
Knapp zwanzig junge Frauen aus Somalia, Irak, Afghanistan, der Türkei oder allen möglichen anderen Ländern machen bei „La Silhouette“ ihre Schneiderlehre. Probleme in der Schule, mangelnde Deutschkenntnisse oder auch gar kein Schulabschluss sind bei der Auswahl der Azubis Nebensache. Stattdessen wählt der Betrieb die jungen Frauen nach „sozialer Dringlichkeit“ aus. Das bedeutet, die Azubis sind junge Migrantinnen, Flüchtlinge oder auch Deutsche, die durch das Schulnetz gefallen sind.
Gegründet wurde das Mode-Atelier bereits 1987 von Sozialpädagogin Barbara Hemauer-Volk. Ihr Ziel: Jungen Frauen helfen, eine (berufliche) Zukunft zu haben. Schon kleine Erfolge können schließlich viel für das Selbstwertgefühl tun. Und Bildung bringt immer weiter. Die Azubis lernen in der Schneiderei alles, worauf es in ihrer Berufswelt ankommt. Nicht nur, wie man Hosen oder Blusen näht, sondern auch, dass für Prüfungen gelernt werden muss oder Modeschauen sich nicht alleine vorbereiten.
Von den bislang mehr als 120 Azubinen, die die Ausbildung bei „La Silhouette“ angefangen haben, haben alle haben ihre Ausbildung abgeschlossen. Im vergangenen Herbst hat „La Silhouette“ den Bayrischen Integrationspreis 2010 bekommen. Zu Recht.
Wenn Dich das Projekt interessiert, der Artikel bei Fernlokal ist super interessant!
Foto: birgitH/pixelio.de
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Bei uns sind alle Berufsbezeichnungen männlich. OK, das ist nicht nett, hat aber `nen Grund. Es liest sich einfach besser. Würden wir alle Berufe immer männlich und weiblich ausschreiben, wäre das beim Tischler, der Tischlerin noch machbar, aber beim Verfahrensmechaniker der Fachrichtung Eisen- und Stahlmetallurgie und der Verfahrenmechanikerin der Fachrichtung Eisen- und Stahlmetallurgie nervt es schon gewaltig. Natürlich sind uns Mädchen und Jungs absolut gleich wichtig!
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