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Zwischen 5 und 14 Prozent der Schulabgänger im Norden ohne Berufsreife

(Quelle: Azubot)

Dienstag, 28.02.2012

Der Anteil der Jugendlichen, die die Schule ohne Berufsreife verlassen, ist in Norddeutschland in den vergangenen Jahren gesunken, liegt aber immer noch bei durchschnittlich sieben Prozent.

 

In Mecklenburg-Vorpommern ist der Anteil mit 14 Prozent besonders groß. In Hamburg liegt er bei 7,7, in Schleswig-Holstein bei 7,0, in Bremen bei 5,5 und im nordwestlichen Niedersachsen bei 4,8 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Ausgabe des Arbeitsmarktmonitors, den IG Metall Küste und der Arbeitgeberverband Nordmetall gemeinsam herausgeben. "Die Zahlen sind zu hoch", sind sich Gewerkschaft und Arbeitgeber einig. Der Fachkräftebedarf der nächsten Jahre sei die größte Herausforderung für Wirtschaft und Politik. Bei der Suche nach den Beschäftigten von morgen könnten die Unternehmen auf keinen verzichten. "Die Landesregierungen müssen dafür sorgen, dass jeder Schulabgänger die Berufsreife erlangt", so IG Metall und Nordmetall.

Im Zeitraum 2006 bis 2011 ging die Zahl der nicht studienberechtigten Schulabgänger mit Berufsreife um ein Viertel zurück (von 73.519 auf 54.775). Sie sind aber die Hauptnachfrager nach Ausbildungsplätzen und damit eine wichtige Zielgruppe für ausbildende Unternehmen. Diese Jugendlichen machen nur noch die Hälfte der Schulabgänger aus. Noch gelingt es den Unternehmen der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie, die Ausbildungszahlen stabil zu halten. Der Arbeitsmarktmonitor zeigt: Während die Auszubildendenzahl zwischen 2008 und 2011 branchenübergreifend um 6 Prozent fiel, lag sie in der Metall- und Elektroindustrie auf Vorkrisenniveau (etwa 15.600 Lehrstellen).

Der Arbeitsmarktmonitor erscheint sechsmal im Jahr als Newsletter und wird per E-Mail verschickt. Neben den vier regulären Ausgaben, in denen der Arbeitsmarkt und die Ausbildungssituation in der Metall- und Elektroindustrie im Verbandsgebiet (Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und nordwestliches Niedersachsen) analysiert werden, sind zwei Sonderauswertungen pro Jahr zu speziellen Themen geplant. Mit der Auswertung ist die gemeinsame Gesellschaft für Strukturentwicklung und Beschäftigung (TGS) in Schwerin beauftragt worden.

(Quelle: NORDMETALL Verband der Metall- und Elektro-Industrie e.V.)